Vorwort zum IV. Quartal 2019

Liebe Mitglieder und Freunde der Kolpingsfamilie,

 

das Jahr 2019 scheint ein Jahr der Jubiläen zu sein: 100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Grundgesetz, 50 Jahre Mondlandung, 30 Jahre Mauerfall, um nur ein paar zu nennen. Vor 65 Jahren wurde Deutschland Fußball-Weltmeister, vor 45 Jahren und vor 5 Jahren (von daher hätte das voriges Jahr auch gar nicht gepasst …).

 Ein weiteres Jubiläum ist das 50-jährige Bestehen des Internationalen Kolpingwerkes, d.h. der Beginn der professionellen Entwicklungszusammenarbeit. Den Anfang machte ein Berufsbildungsprojekt in Brasilien, inzwischen leistet Kolping International in über 40 Ländern nachhaltige Armutsbekämpfung. An dieses Jubiläum soll am diesjährigen Weltgebetstag erinnert werden, den wir in Aalen am 25. Oktober feiern.

 Bereits im Juli haben wir das 160-jährige Jubiläum des Kolping-Diözesanverbandes Rottenburg-Stuttgart auf der Bundesgartenschau in Heilbronn gefeiert. Und im September konnten wir das 75-jährige Jubiläum der Errichtung des Gedenkkreuzes auf der „Schwabenliesel“ feiern.

 Die Kolpingsfamilie Aalen kann im Jahr 2019 auf ihr 130-jähriges Bestehen zurückblicken. Und einige Mitglieder dürfen beim diesjährigen Kolpinggedenktag am 1. Dezember ein Jubiläum feiern.

 Zugegeben: bei manchen Jubiläen ist einem nicht gerade zum Feiern zumute, z.B. wenn wir an den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren denken. Aber hier wird dann der „Jubeltag“ zum „Gedenktag“, und das ist genau so wichtig.

 Ein Jubiläum bietet immer die Gelegenheit, inne zu halten, die Gedanken spielen zu lassen, sich zu erinnern, wie das damals war. Manchmal dürfen wir dankbar dafür sein und manchmal auch froh darüber, dass diese Zeit nicht wiederkehrt. Ein Jubiläum fordert aber geradezu auch heraus, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wie wird wohl alles weitergehen? Und dabei dürfen wir auch die Gegenwart nicht vergessen. Dieser Spagat – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – ist nicht immer einfach. Wie oft trauern wir dem Vergangenen nach, sind mit dem, was heute ist, unzufrieden und haben Sorge um die Zukunft?

 Adolph Kolping fordert uns auf, nicht über die Vergangenheit zu klagen, mehr auf die Gegenwart zu achten und mutig in die Zukunft zu schauen, denn „Die Zukunft gehört Gott und den Mutigen“. So geht auch unser Kolpingjahr in Aalen zu Ende mit vielen schönen Erinnerungen, mit leidvollen Erfahrungen und mit mutigem Blick in die Zukunft. Und die Gegenwart? Die bietet uns viele Gelegenheiten zur Begegnung, zum Nachdenken, zum Mitfeiern, Mitdiskutieren, Mithelfen usw. Ein Blick in das vorliegende Programmheft genügt!

 

Viele Grüße

Martin Joklitschke

 

 

 

 

Vorsitzender

Martin Joklitschke

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Mail: joklitschke(at)web.de