Termine III. Quartal 2019

14.07.2019 160-jähriges Jubiläum des Kolping-Diözesanverbandes Rottenburg-Stuttgart auf dem Gelände der Bundesgartenschau in Heilbronn. 10:00 Uhr Gottesdienst mit Generalpräses Ottmar Dillenburg (Sparkassenbühne), danach Programm auf den Kolping-Themenplätzen im BuGa-Gelände, 16:30 Uhr gemeinsamer Abschluss. Der Bus des Bezirksverbandes ist ausgebucht! Anmeldungen für Selbstfahrer sind aber noch bis 14. Juni über den Diözesanverband möglich.
15.07.2019 Vorstandssitzung (kleiner Kreis), 19:30 Uhr Kolpinghütte
27.08.2019 Treffen der Kolping-Senioren um 14:00 Uhr auf der Kolpinghütte, gemütliches Beisammensein mit Kaffee und Kuchen
09.09.2019 Vorstandssitzung (gesamte Vorstandschaft), 19:30 Uhr Kolpinghütte
21.09.2019 Bergmesse anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Errichtung des Bergkreuzes „Schwabenliesel“. Gottesdienst um 14:30 Uhr am Bergkreuz. Treffpunkt für Wanderer um 13:30 Uhr am „Geiger-Bänkle“ (Wanderparkplatz Triumphstadt). An diesem Nachmittag besteht auch die Möglichkeit, mit dem Auto zur „Schwabenliesel“ zu fahren (bitte Fahrgemeinschaften bilden!). Anschließend Hocketse in der Kolpinghütte.

75 Jahre Bergkreuz „Schwabenliesel“

Ein Kreuz als Zeichen des Widerstandes

 Der heute 95-jährige Anton Geiger gründete 1940 mitten im Krieg eine illegale katholische Jugendgruppe, die sich insgeheim zu Heimabenden traf. Hierdurch zeigten die jungen Leute dem NS-Regime ihren Widerstand, denn sämtliche katholische Jugendgruppen und deren Treffen waren damals verboten.

Die Idee, mit einem Kreuz auf dem Langertfelsen „den Sieg Christi über das Hakenkreuz“ zu verkünden, entstand nach einer Wanderung auf den Braunenberg. Hier hatte die katholische Jugend Wasseralfingen in der Nähe des Fernsehturms ein Bildstöckle aus Findlingen errichtet und die neun Mitglieder der Aalener Jugendgruppe beschlossen, es ihnen gleich zu tun.

 Als Anton Geiger Ende Juni 1944 Fronturlaub hatte, wurde die Idee umgesetzt: In angemessenem Sicherheitsabstand schafften die neun jungen Männer drei Handleiterwagen mit Sand, Zement und 50 Backsteinen nach Unterkochen. Dort füllten sie noch Wasser in eine Mülltonne und brachten das gesamte Material in „qualvoller Plackerei“ auf einen Seitenarm des Dreikönigfelsens. Nachts mischten sie Beton an, und weil Verdunklungspflicht bestand, spendete ihnen nur eine kleine Kerze Licht.

 Eine Woche später, am 1. Juli 1944, errichteten sie dort ein vier Meter hohes Birkenkreuz. Darauf war ein eisernes Kreuz angebracht mit der Aufschrift „Unseren gefallenen Helden“. Wegen dieser Widmung würde niemand wagen, das illegal aufgestellte Kreuz wieder zu entfernen. Aus Angst, dass die Nazis das Mahnmal entdecken, nannten sie den Ort „Schwabenliesel“. In Wirklichkeit befindet sich das Kreuz aber gegenüber. Das Bergkreuz wurde so zum geheimen Treffpunkt der katholischen Jugend bis Kriegsende und darüber hinaus.

 Die mutigen Erbauer des Bergkreuzes waren neben Anton Geiger Otto Harsch, Georg Gärtner, Alfred Ebert, Gebhard König, Helmut Holz, Anton Schmadl, Georg Kaufmann und Franz Seidenfuß.

 Unbekannte zerstörten 1948 das erste Birkenkreuz mutwillig. Doch schon zwei Monate später wurde in der Salvatorkirche das neue, fünf Meter hohe Birkenkreuz geweiht und in feierlichem Zug zum Langert begleitet.

1959 musste auch dieses Kreuz erneuert werden und so wurde von der Kolpingsfamilie Aalen ein Kreuz aus einer Douglastanne errichtet.

Im Jahr 2000 errichtete die Kolpingsfamilie schließlich das vierte Kreuz, ebenfalls aus einer Douglastanne.

 So besteht bis heute – 75 Jahre nach der Errichtung des ersten Kreuzes – ein Mahnmal als Zeichen des Glaubens, des Gedenkens an gefallene Freunde und des mutigen Widerstands gegen das NS-Regime.

Kolpinggruppe Wasseralfingen

Herzlich willkommen: „Kolpinggruppe Wasseralfingen“

Bei unserer Mitgliederversammlung am 21. April habe ich bereits darüber informiert, dass sich die Kolpingsfamilie Wasseralfingen nach über 100 Jahren leider aufgelöst hat. Das wurde in der Mitgliederversammlung der Kolpingsfamilie Wasseralfingen am 19. März einstimmig beschlossen.

Mit der Auflösung einer Kolpingsfamilie endet aber nicht die Mitgliedschaft beim Kolpingwerk. Als „Patenfamilie“ und Nachbar-Kolpingsfamilie haben wir deshalb zusammen mit der Kolpingsfamilie Wasseralfingen, dem Bezirksverband Ostalb und dem Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart überlegt, wie es weitergehen könnte und welche Unterstützung wir anbieten könnten. Das Ergebnis war, dass sich 16 von 37 Mitgliedern für eine Fortführung der Mitgliedschaft bei der Kolpingsfamilie Aalen entschieden haben und künftig unter dem Namen „Kolpinggruppe Wasseralfingen“ firmieren werden. Der aktive Seniorenkreis wird sich auch weiterhin monatlich treffen und auch die ehemaligen Sänger des bereits vor einigen Jahren aufgelösten Kolpingchors kommen regelmäßig zu einem Stammtisch zusammen.

Nach der Sommerpause wollen wir dann gemeinsam mit den Wasseralfingern überlegen, wie die zukünftigen Aktivitäten und Angebote aussehen könnten und was an Gemeinsamem möglich ist. Ich freue mich, dass wir unseren Kolpinggeschwistern aus Wasseralfingen eine neue „Heimat“ und ein „Dach“ bieten können und wünsche mir, dass wir uns gegenseitig bereichern können.